KlangZeit im Hospiz: Ein besonderes Entspannungsangebot

28. Mai 2019

Das St. Vinzenz-Hospiz setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für umsorgtes Leben bis zuletzt ein. Seit kurzem gehört dazu im stationären Hospiz  auch ein besonderes Entspannungsangebot, das die palliative Betreuung ergänzt: die „KlangZeit im Hospiz“. Es handelt sich dabei um Peter Hess®-Klangmassage, Entspannungsangebote und Fantasiereisen, mit denen sich unsere Mitarbeiterin Elisabeth Hill an unsere Gäste, also die Patienten auf Station, und deren Angehörige wendet.

Die zertifizierte Peter Hess®-Klangmassage-Praktikerin ist neben ihrer Tätigkeit in unserem Sozialdienst jeweils am Donnerstagnachmittag mit den Klangschalen auf der Station unterwegs. Hier besucht sie nach Rücksprache mit den Pflegefachkräften einzelne Gäste. Das Klangangebot stimmt Elisabeth Hill immer ganz individuell auf die körperliche und seelische Verfassung und die jeweilige Situation ab.

Entspannung für Körper, Geist und Seele

„Die sanften Klangschwingungen einer Klangschale verwöhnen bei einer Klangmassage oder einem anderen Klangangebot Körper, Geist und Seele“, berichtet Elisabeth Hill. „Dabei werden speziell dafür entwickelte Therapie-Klangschalen gezielt auf den bekleideten Körper, neben dem Körper oder in der Umgebung positioniert und behutsam angeklungen.“ Die Klangmassage spricht Hören und Fühlen an und sie baut auf Prinzipien auf, die eine wertschätzende, achtsame Zuwendung von Mensch zu Mensch anstreben.

Die harmonischen Klänge beruhigen den Geist. Die feinen Vibrationen, die von den schwingenden Klangschalen ausgehen, breiten sich nach und nach im Körper aus und es tritt relativ bald ein Zustand der Entspannung ein. Sowohl das Hören als auch das Spüren der Vibrationen der Klangschalen wirken beruhigend und entspannend.

Elisabeth Hill weiß aus Erfahrung, dass sich bereits nach kurzer Zeit des Antönens der Klangschalen die Atmung des Gastes verändert. Sie wird ruhiger und es entsteht ein Entspannungszustand. „Dass jemand bei dem Klangangebot einschläft, kommt häufig vor. Gerade das empfinden viele auch als wohltuend.“ Manche wünschen sich auch eine mit Klangschalen begleitete Fantasiereise, auch das ist ganz individuell möglich.

„Am liebsten täglich“

Ein Klangangebot dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten, dazu gehört auch ein Vor- und Nachgespräch. Das Erlebnis beschreiben die Gäste durchwegs als „sehr schön“. Auch Herta Luibl, die im stationären Hospiz umsorgt wird, freut sich jedes Mal, wenn Elisabeth Hill mit den Klangschalen kommt.  „Ich hätte die Klangmassage am liebsten täglich, sie ist angenehm und beruhigend. Ich habe das Gefühl, dass sich mein Brustkorb weitet und die Ruhe sich im Inneren ausbreitet.“

Auch die Angehörigen profitieren von dem neuen Angebot. Eine Klangmassage kann sie auch dabei unterstützen, den Prozess des Loslassens besser zu bewältigen. So berichtet eine Angehörige, dass sie die Massage als entspannend empfunden habe, „ich habe dabei das Zeitgefühl verloren. Ich muss nicht gleich wieder weinen und das heißt was.“

Möglich dank GlücksSpirale

Wir sind im St. Vinzenz-Hospiz sehr dankbar dafür, dass wir die „KlangZeit“ anbieten können. Ermöglicht hat dies der Förderfonds der Lotterie GlücksSpirale, der die Anschaffung der Klangmaterialien bezuschusst hat. Da das Entspannungsangebot bei Gästen und Angehörigen so gut ankommt, soll es in Zukunft ausgebaut werden. Geplant ist, dass auch hauptamtliche Mitarbeitende und Ehrenamtliche die „KlangZeit“ nutzen können. Darüber hinaus soll es Workshops geben, die sich mit dem Einsatz von Klangschalen zur Gesundheitsförderung beschäftigen.

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